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Ausstellung "Grenzerfahrungen - Wie Europa gegen Schutzsuchende ausrüstet"

Vom 05. bis zum 30. März 2023 ist im Vorraum unserer Matthäuskirche die Ausstellung "Grenzerfahrungen - Wie Europa gegen Schutzsuchende ausrüstet" zu sehen (Mo - Fr: 11:00 - 19:00 Uhr, So: 11:15 - 17:00 Uhr). Am Sonntag, den 05.03. nach dem thematisch passenden Gottesdienst wurde sie feierlich eröffnet. „Weltweit sind Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg und Verfolgung oder suchen bessere Lebensbedingungen für sich und ihre Familien. Sie machen dabei Grenzerfahrungen und viele riskieren dabei ihr Leben. Die Ausstellung gibt Zeugnis von diesen Menschen und ihren Fluchtwegen.“ – schreiben die Autoren im Begleitheft zu der Ausstellung.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der EAK (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung), pax christi und PRO ASYL.

Neben den menschlichen Schicksalen zeichnet sie "ein Bild davon, wie weit sich die EU bei der Flüchtlingsabwehr mittlerweile von ihren eigenen menschenrechtlichen Grundsätzen entfernt hat. Die Zusammenarbeit mit Diktaturen und autokratischen Regimes zur Migrationssteuerung, die Militarisierung der Außengrenzen mittels enormer Investitionen in Überwachungs- und Befestigungssysteme, Elendslager wie der berüchtigte Hotspot Moria auf Lesbos, Planungen zur massenhaften Inhaftierung Asylsuchender – all dies ist europäische Realpolitik. Jedoch: Ein Europa, das den Schwächsten ihre Rechte nimmt, das sie illegal und gewalttätig zurückschiebt und das kriegführende Staaten mit Waffen versorgt, kann nicht Teil der Lösung sein, sondern ist selbst Teil des Problems. Aber es geht bei dieser Frage nicht nur um Flüchtlingsrechte. Es geht auch darum, welche Gesellschaft wir wollen – für uns und für andere. Soll es eine Gesellschaft sein, die auf Ausgrenzung, Abschottung und autoritäre Strukturen setzt – oder soll es eine weltoffene, demokratische und humane Gesellschaft sein?“*

„Wir möchten zur Reflexion und Diskussion anregen, nicht zuletzt über die christliche Verantwortung für und in einem Europa, das sich seiner humanitären Werte und christlichen Wurzeln rühmt. Mögen Ausstellung und Begleitheft dazu ermutigen, aller menschenverachtenden Ausgrenzung in Politik, Kirche und Gesellschaft ein deutliches NEIN entgegenzusetzen.“*

*Ausstellung und Begleitheft.

Herzliche Einladung!

Wir freuen uns über regen Besuch.


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